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Einmal Pudel - immer Pudel!!!

Pudel begleiten mich seit meinem ersten Lebensjahr. Man könnte also auch sagen, ich wurde bereits in ganz jungen Jahren vom Pudelvirus befallen...     

 
Angefangen hat alles mit einem braunen Zwergpudelmädchen. Kaum konnte ich laufen, lief ich auch schon jedem Hund hinterher. Also beschlossen meine Eltern, ein Hund kommt ins Haus!
Die Wunschrasse war ein Cockerspaniel. Ein passender Welpe war schnell gefunden und so wurde mein Vater an einem kalten Wintertag los geschickt, um den Cockerspaniel abzuholen.
Nach zweistündiger Autofahrt angekommen, wurden ihm die Cockerspanielwelpen gezeigt. Offenbar hatten diese alle ein sehr
ausgeglichenes Wesen, denn nach Erzählungen meines Vaters lagen sie alle langweilig in einer Ecke.
Außer den ruhigen Cockerspanielwelpen wuselte noch ein braunes Fellbündel durch die Welpenbox und versuchte vergeblich, die ganze Bande aufzumischen. "Was ist das denn?" dachte sich mein Vater. "DAS ist unser Hund! Die ist ja topfit. Die heißt Topsi!"   
 

Gesagt und getan. Mein Vater kaufte also nicht -wie vereinbart- einen Cockerspaniel, sondern ein braunes Zwergpudelmädchen.
Die Blitzentscheidung löste zuhause eine Blitzkrise aus.
Ein PUDEL! Meine Mutter war gleichermaßen geschockt wie entsetzt!   

Um es kurz zu machen: Topsi wickelte meine Mutter blitzartig um den Finger. Und seit diesem Tag waren meine Eltern nie wieder ohne Pudel und werden es vermutlich auch nie wieder sein.

                                                            
                     
Topsi war der  treue Begleiter meiner gesamten Kindheit! So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sie selbst auf dem Klassenfoto meiner Grundschulzeit mit dabei ist.

Egal ob wir an den See gingen oder zum Segeln oder Surfen, Topsi begleite alle Aktivitäten aktiv, d.h. es war selbstverständlich, dass sie im Segelboot oder auf dem Surfbrett Platz nahm.
                                                                       
Auch bei unseren Reisen mit dem Wohnmobil war sie meistens dabei, nur bei den ganz exotischen Reisezielen verhinderten Zoll- und Quarantänebestimmungen, dass sie mit uns reisen konnte. Dann blieb sie zu Hause bei Oma und Opa und dem Mittelpudel Blacky.
                                                  

Nach dem braunen Pudel, zogen bei uns nur noch zweifarbige Pudel ein. Und es waren immer kleine Pudel.
Ich hingegen träumte immer von einem großen Pudel - und ahnte damals nicht, wie lange es dauern würde bis sich dieser Traum endlich erfüllte!


Mit Mitte zwanzig sollte es dann endlich ein eigener Hund werden. Damals wohnte ich 800 km von zu Hause entfernt und wollte nicht länger hundelos sein. Ich begann also, mich in den Tierheimen der Umgebung umzusehen. Es waren leider immer nur Schäferhunde oder Kampfhunde, die zur Vermittlung standen und das entsprach so gar nicht meiner Vorstellungen vom ersten eigenen Hund.

In dieser Zeit lernte ich auch Axel, meinen heutigen Mann kennen. Eines schönen Tages waren wir zu Besuch bei meinen Eltern im Schwarzwald und meine Mutter erzählte von einem Pudelnotfall, von dem ihr die Hundefriseurin berichtet hatte. Ein zehnjähriger Kleinpudelrüde, der sofort vermittelt werden sollte.
Da wir ohnehin in der Nähe wandern wollten, beschlossen wir (naja....eigentlich eher ich), uns den Hund mal anzusehen.
                                                 
Es handelte sich um einen weißen Kleinpudel, den der Besitzer "altersbedingt" sofort los werden wollte. Vor Ort stellten wir fest, dass der Hund sein Leben auf einem kleinen abgegrenzten Teil des kahlen Dachbodens fristete. Man ging dreimal täglich an der Leine mit ihm spazieren und fütterte ihn. Aber damit hatte es sich dann auch mit der Fürsorge.
Axel war völlig entsetzt: "Ein weißer Pudel! DEN willst du nicht ernsthaft mitnehmen!!" - Nein, wollte ich eigentlich überhaupt nicht! Ein weißer, gestörter, kranker Kleinpudel entsprach nun wirklich nicht meinen Vorstellungen vom ersten eigenen Hund!
Aber das arme Viech da auf dem Dachboden zurück zu lassen - das konnte ich noch viel weniger. 
                                                                        
                                              


 
So kamen wir also zu unserem Santo. Er kannte nichts, er war überhaupt nicht sozialisiert. Er war herzkrank, noch nie geimpft und hatte das Maul so vereitert, dass ihm fast alle Zähne  sofort gezogen werden mussten.
Erschwerend kam hinzu, dass er durch seine schlechten Erfahrungen sehr schwierig war und auch zu Aggressionen neigte.
 
 
 
Trotz aller Handicaps war Santo schnell ein fester Bestandteil unseres Lebens und trotz seines hohen Alters lernte er viele neue Dinge wie: Autofahren, Zugfahren, Fliegen, im Fahrradkorb mitfahren, in Urlaub fahren, uns zur Arbeit begleiten..........und, und, und....
                                                                 

Vier Jahre später bekamen wir - auch das völlig ungeplant - unseren Max. Meine Mutter hatte ihn vor dem Verhungern gerettet und eigentlich sollte er seinen neuen Wirkungskreis bei meiner Tante finden. Für alle unfassbar, erkrankte meine Tante jedoch zeitgleich sehr schwer und verstarb innerhalb kürzester Zeit.

Max blieb also bei uns. Axel war zwar auch dieses Mal entsetzt, aber auch dieses Mal war er letztendlich einverstanden. Insgeheim war Max nun auch endlich mein lange ersehnter großer Hund.
 
                                                                  
Und ein ganz toller Bursche noch dazu! Lieb, clever, ungestüm, super sozialisiert, freundlich. - Und obwohl alle mich gewarnt hatten, diesen jungen Wilden zu unserem Senior dazu zu nehmen, die beiden verstanden sich prima und jeder lernte eine ganze Menge vom anderen!           
                
 
....selbstverständlich waren unsere Hunde auch bei unserer Hochzeit dabei. Und ganz besonders freute sich Santo darüber, dass er sich nicht auf den Boden legen musste, weil sein Frauchen so eine praktische Hundedecke dabei hatte.....
 



Als unser Pudelmethusalem uns im Alter von fast 19 (!) Jahren verließ, hatten wir eigentlich beschlossen, es bei einem Hund zu belassen.

Allerdings hatte ich völlig vergessen, dass ich vom Pudelvirus befallen war. Die Zeit ohne Pudel war schrecklich! Die Sehnsucht wurde täglich größer.
Endlich war Axel einverstanden, wollte aber wieder einen Kleinpudel. - Ganz unter uns gesagt............. er hatte nur Angst, dass auf dem Sofa mit zwei großen Hunden kein Platz mehr für ihn wäre....

Ein zweifarbiger, großer Kleinpudel stand also auf dem Wunschzettel. Aber irgendwie wollte es nicht so recht klappen, aus den verschiedensten Gründen.
Irgendwann beschloss ich dann, dass in meinem Leben der Zeitpunkt gekommen war, mir meinen Kindheitstraum zu erfüllen: einen Grosspudel!!!
Die Farbe sollte braun sein. Auch dieser Wunsch ließ sich aus den verschiedensten Gründen nicht realisieren. Meine Wahl fiel schließlich auf einen Wurf schwarzer Grosspudel.
So fuhr ich am 31. März 2007 mit meiner Mutter nach Holland, um meinen Hund auszusuchen. Zwei Welpen hatte die Züchterin für mich nach meinen Vorstellungen (er sollte u.a. möglichst nicht über 60 cm groß werden) ausgewählt.

Wie so oft im Leben kam es anders. Kaum hatte ich über das Welpengitter gefasst, schon hing mir der Welpe mit dem lila Band (der zweitgrößte aus dem Wurf)  am Arm. Allerdings war das keiner der Welpen, den die Züchterin für mich  vorgesehen hatte. Meine Mutter war von dem Hund total begeistert und riet mir, genau diesen Welpen zu nehmen.
                                   
Da der Hund und meine Mutter sich sowieso schon entschieden hatten, gab ich mich geschlagen.
So kam unser Henry zu uns. Axel war sofort begeistert, bei Max dauerte es etwas, bis er sich mit der kleinen, schwarzen, quirligen Krawalltüte anfreundete.

                                                                    
Vom unmöglichen, völlig durchgeknallten, wilden und ganz unkuscheligen Junghund entwickelte sich Henry zu einem sensiblen, freundlichen, wilden und verschmusten erwachsenen Hund. Eben zu einem richtigen Sir Henry.
                                           
Da Henry immer schöner wurde, beschlossen wir, ihn auszustellen. Das war auch für mich absolutes Neuland. Aber wir schlagen uns bis jetzt ganz wacker und lernen immer dazu.
Die schönsten Ausstellungen sind natürlich die, auf denen man liebe Pudelfreunde trifft, mit denen man nach der Ausstellung zusammen spazieren gehen kann!



Unnötig zu erwähnen, dass das Pudelvirus mittlerweile auch Axel erfasst hat.


Traurigerweise mussten wir unseren Max 2012 gehen lassen, ein harter Schlag für uns alle, in einem ohnehin sehr, sehr traurigen und verlustreichen Jahr.


Das Jahr 2013 begann mit weiteren Veränderungen, wir wohnen nun im schönen Bayern, in der Nähe von Aschaffenburg.

Seit April 2013 bereichert Grosspudel Ben unsere Familie und hält uns mit seinem jugendlichen Temperament auf Trab. :-)


Wir hoffen auf eine lange, gemeinsame Zeit!